Neben dem Absaugen von Fett oder dem Straffen von Falten wird am häufigsten an der Brust korrigiert. Aber warum ist das so? Hier geben wir einen Erklärungsversuch.

Schönheits-Operationen an der Brust

Die Brust wird als das weibliche Attribut schlechthin betrachtet. In Medien und der Öffentlichkeit geht es immer freizügiger zu. Wenn wieder einmal ein skandalöser “Busenblitzer” der “Reichen und Schönen” durch die Klatsch- und Hochglanzblätter geht, spricht gefühlt die ganze Welt darüber. “Wie macht sie es nur, in diesem Alter eine so jugendliche und straffe Brust behalten zu haben?” Die Antwort: Der Beauty-Doktor war am Werk und hat perfekte Arbeit geleistet. Die Operierte hat in ihrem manchmal recht fortgeschrittenen Alter weder Hemmungen noch einen BH nötig.

Ganz ehrlich, das ist doch beneidenswert!

Mädchen am Anfang ihrer Pubertät werden schon mit diesen Bildern und Diskussionen rund um die Perfektion konfrontiert und geprägt. Im jugendlichen Alter erübrigt sich der Wunsch häufig noch, denn naturgemäß ist die jugendliche Brust noch, wie sie in den Augen ihrer Besitzerin und der Umwelt sein soll. So manches Selbstbewusstsein der heranwachsenden Frau stützt sich gar zu einem erheblichen Teil darauf.

Was ist aber mit den jungen Frauen, die eine genetisch bedingte Hängebrust oder eine Asymmetrie haben? Was passiert mit mancher Psyche, wenn sich nach der ersten Schwangerschaft die Brüste verändern?

Viele Frauen fühlen sich dann weniger feminin und stehen unter einem erheblichen Leidensdruck. Noch extremer verhält es sich mit jungen Männern, die eine weibliche Brust entwickeln. Dieses Phänomen ist sogar recht weit verbreitet und schafft Minderwertigkeitskomplexe bei den Betroffenen. Die Brust ist der Körperteil, an dem man durch Training und Diät nur sehr wenig ändern kann.

Das Wissen um die Möglichkeiten der ästhetischen Chirurgie führt dazu, dass der Wunsch nach einem operativen Eingriff nahe liegt und bei vielen Menschen schon in der Jugend reift. Durch die geringen Risiken und nachweislich tollen Ergebnisse ist eine solche OP auf so manchen Geburtstagstisch von Achtzehnjährigen zu finden – bezahlt und unterstützt von den Eltern.